Stricken: Hitchhiker Nr. 2

Ein Schal für jeden Tag sollte es werden.

Ich liebe Schals und kann nicht genug davon haben – die passen immer. Zur Not auch als Babydecke.

Vor etwa einem Jahr bin ich auf die Strickanleitung „Hitchhiker“ gestoßen und habe sie dann auch gleich versucht. Es war toll zu stricken, sehr motivieren, weil man mit ganz wenigen Maschen beginnt, nie zählen muss und nur rechte Maschen stricken muss. Der Erfolg, bzw. der wachsende Schal sind sehr schnell sichtbar, genau richtig für Abend-Strick-Runden ohne Nachdenken.

Den ersten Hitchhiker habe ich aus mehrfarbiger Sockenwolle gestrickt, das hat es noch abwechslungsreicher gemacht, ich finde den Farbverlauf cool. Herbstlich.

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Der Neue an meiner Seite, ähem meinem Hals ist nun aus einem ganz besonderem Material: Tussahseide schmiegt sich an mich… ein Traum sage ich Euch. (Erworben im tollen Strickwerk in Wien.) Ich wollte den Hitchhiker etwas länger und „farbiger“, deshalb habe ich im color-blocking-Modus mit einem Lacegarn in mint weitergemacht. Seht selbst:

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Sticken: Pimp my Jeansjacke

Was lange währt wird endlich gut… oder so ähnlich 😉

Ich habe schon im Winter noch während der Schwangerschaft begonnen eine schlichte Jeansjacke zu besticken. Nun hat es tatsächlich bis Ende August gedauert, aber nun ist die Jacke fertig.

stickerei alltagsschoen

Ja, richtig gelesen. Ich hab es mir auch reichlich überlegt und dann tatsächlich zu Stickrahmen und Nadel gegriffen.

Gestickt habe ich seit meiner Schulzeit nicht mehr, aber beflügelt von den Stickereien einer lieben Freundin habe ich es dann einfach begonnen. Die Grundlagen für die unterschiedlichen Stiche habe ich auf brigitte.de aufgefrischt. Bei den Farben habe ich mich für Stickgarne in ocker, goldgelb, schwarz, koralle, dunkelrot und türkis entschieden.

Fast so lange wie für das Sticken an sich, habe ich vorher gebraucht, ein Motiv zu finden. Schliesslich habe ich mich dann spontan für etwas ethno-mässiges entschieden, inspiriert vom VOGUE-Cover der Februar-Ausgabe. Darauf ist ein Valentino-Cape abgebildet, genial bestickt.

Begonnen habe ich damit die Grundformen der Muster auf kariertem Papier vorzuzeichnen und mit einem hellen Stift Punkteweise auf die Jacke zu übertragen. Dann habe ich begonnen, erst mit der Zierleiste entlang des Kragens und dann mit den einzelnen Mustern.

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Nun begleitet mich die Jacke sehr oft in den kühlen Morgenstunden.

Was war Euer läääääängstes DIY-Projekt?

Nähen: Regenmantel

Der heurige (Spät)Sommer hatte es bisher ja wirklich in sich. Also regentechnisch.

So ziemlich das einzige, das in meiner Jackensammlung noch gefehlt hat, war ein Regenmantel. Also bot sich die letzte Woche perfekt dafür an, einen zu nähen.

Ich habe lang nach einem Stoff gesucht und bin dann zufällig online fündig geworden:

mint – Libellen-Print – Wachstuch – PERFEKT

Regenmantel mint fromwhereistand

DG Das Schnittmuster habe ich schon einmal verwendet: der Parka aus dem CUT-Magazine. Ich habe ihn vor ca. einem Jahr schon aus Wolljersey genäht und liebe diesen Casual-Schnitt!

Ich habe dieses Mal die aufgesetzten Taschen gegen Eingriffstaschen ersetzt und die Kapuze mit Jersey gefüttert.

Der Regen-Parka hat unter der Achsel kleine Ösen als „Belüftungslöcher“. Er wird mit KAM-Snaps geschlossen – ich habe die Vorderteile so groß gemacht, dass auch das Tragebaby darunter Platz findet. Dazu können die KAM-Snaps an den Rändern zusammengeklickt werden. Unten am Saum habe ich eine schwarze Kordel eingezogen.

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Regenmantel

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Nähen: Wickeltasche reloaded

Das ist mittlerweile das zweite Modell Riesen-Tasche-Mamatauglich, die ich mir genäht habe.

Wickeltasche vorne

Die erste war eine Schnabelina-Bag in M, die mich immer noch oft begleitet, aber ich wollte optisch eine Abwechslung, ich war schon immer eine Frau der vielen Taschen 😉

Ich habe dieses Mal einen Schnitt aus dem Buch „Carry me“ – ein reines Taschen-Schnitt-Buch verwendet. Sie steht als Business und Laptoptasche beschrieben, ist also etwas geradliniger als die Schnabelinabag.

Was ich aber dringend brauche ist die Möglichkeit, mittels Zipp den Boden und damit das Fassungsvermögen zu erweitern, das habe ich nun in die Businesstasche eingebaut.

Das ist dabei herausgekommen:

Ich habe sie auch gefüttert und mit Innentaschen und Schlüsselring ausgestattet. Eine Innentasche hat einen Gummizug und sorgt so für Ordnung. Der Schulterriemen wurde von einer alten Messenger-Bag wiederverwendet. Auf der Unterseite habe ich „Füßchen“ aus Metall drangemacht, weil der Stoff weiss ist … Ihr kennt das!

 

 

Wickeltasche

Wickeltasche seitlich

Wickeltasche unten

Wickeltasche Bodenerweiterung

Wickeltasche Detail

 

Stempeln.

Mal nicht (nur) nähen.

Obwohl: dieser Post, bzw. die darin enthaltenen Anregungen funktionieren natürlich auch auf selber geschneiderten Dingen super.

Kartoffel zurechtschnitzen (alternativ geht auch Radiergummi oder Moosgummi)

Stofffarbe drauf

… losstempeln!

Läßt sich recht gut auch mit Kindern machen. Solange die Farbe nicht komplett eintrocknet ist sie zB mit Feuchttüchern gut von den Händen zu bekommen. Schutz-Kleidung bzw. Schürze sind aber unerlässlich.

Ich habe mich mit Stempeln und Farbe an verschiedenen Stücken versucht, seht selbst.

 

Melonen-Sommer-Accessoires für die Mädels

Die „Melonen-Kollektion“ habe ich aus einem alten Leintuch genäht und dann mit Dip-Dye-Methode gefärbt. Nach einem Tutorial von hier.  Die „Kerne“ sind mit einem zurechtgeschnittenem Radiergummi aufgestempelt und mit dem Bügeleisen fixiert.

T-Shirt für mich

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Overall für das Baby

kartoffelstempel alltagsschoen

 

Baby-Shirt und Kinder-Top „Panda“

kartoffeldruck panda

Viel Spaß beim Nachstempeln.. 😉

 

Nähen: Patchwork, Klappe die Zweite…

… ich habe mich nochmal an das Thema Patchwort herangewagt.

Ich wollte unbedingt eine sommerliche Decke für die kleine Tochter für den Kinderwagen.

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 Diesen Versuch habe ich allerdings mit fertig geschnittenen Quilt-Quadraten begonnen, denn das Zuschneiden ist schon der erste mühsame Punkt beim Quilten: ohne Schneidematte und Rollschneider hat man quasi schon verloren. (Die geschnittenen Quadrate habe ich bei „Das Handarbeitsgeschäft“ in Neusiedl am See gekauft.)

Die tolle Kombination der Quadrate, die Farben gelb, grau, türkis und mint dominieren, hat mich dann überzeugt, die Decke musste gemacht werden.

Auch dieses Mal bin ich nach der Anleitung von Pech und Schwefel vorgegangen.

Ich habe zwei der Quadrate durch eigene ersetzt, ein mint-weiss-gemusterter Stoff, der auch für den Rand perfekt passt. Die Rückseite ist ein toller schwarz-weisser Kinderstoff von IKEA.

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Die Decke besteht nur aus diesen zwei Stoff-Schichten, ich habe bewusst auf ein Futter verzichtet. Wir verwenden die Decke hauptsächlich als Wind- und Sonnenschutz, sie muss nicht warm sein. Sie passt perfekt zum neuen Sommer-Look unseres Bugaboo Buffalo, hier habe ich das Sommer-Dach auch in einem ganz hellen Grauton.

Passend zur Decke habe ich aus den restlichen Quadraten noch zwei Origami-Schmetterlinge genäht, hier habe ich schon einmal darüber berichtet. Sie baumeln nun vom Dach und unterhalten die kleine Prinzessin, wenn sie wach im Kinderwagen liegt.

Der ganze Kinderwagen (Bugaboo Buffalo) ist damit in hellgrau, gelb, mint und türkis gestylt, kombiniert mit Windeln von H&M und babyandme.at.

Einen schönen Sommer Euch allen!!

PS: unsere alltagsschönsten Bilder gibt es täglich auf Instagram: @alltagsschoen …

Nähen: aus alt mach neu – Upcycling

Der Trend ist ja schon nimmer ganz frisch: alte Sachen (Kleidung, Accessoires, Klumpat aus dem Alltag) umgestalten, aufreissen, neu arrangieren, zweckentfremden… Upcycling ist überall.

Besonders Spass macht das mit Hilfe von Faden, Schere und Nähmaschine, finde ich. So bekommen manche „Qandleichen“ eine neue Aufgabe, bevor sie endgültig im Container, oder schlimmer im Mistkübel landen. – Hier passt auch der ausgelatschte Begriff „Nachhaltigkeit“ super hin!

Hier anschliessend nun einige meiner Upcycling-Stücke:

Vielleicht sind ein paar Anregungen dabei – es macht ja gerade jetzt im Frühling besonders Spass, den Kleiderschrank zu räumen!

Viel Spaß beim Upcyclen!!

Beauty: Alltagsschönes Mama Make Up

Klingt ja etwas eigen, Mama MakeUp, ich gebe es zu.

Aber unwichtig finde ich es nicht, nur weil wir Mütter sind, tlw. in Karenz sind, heisst das ja noch lange nicht, dass wir nicht auch schön sein wollen, nicht wahr? 😉

Ich bin nicht besonders Kosmetik-affin, gebe auch im Vergleich zu Klamotten recht wenig dafür aus, aber mit der Zeit haben sich ein paar Fixstarter etabliert, die ich nicht mehr missen mag. Ich verwende sie teilweise jeden Tag.

Meine persönlichen Favoriten:

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Weleda Baby Calendula Gesichtscreme – tolle, leichte Feuchtigkeitscreme

Chanel Lidschatten „Les 4 Ombres“ – falls mal mehr Farbe notwendig ist

Clinique Chubby Stick – bountiful blush, gerade die richtige Dosis Farbe auf den Lippen

BOBBY BROWN – Extreme Party Mascara, Name egal, Hauptsache schwarz und gut aufzutragen 😉

LOOK by BIPA – Kajal in drei verschiedenen Farben

YSL Touche Eclát – der tollste Concealer

KIKO Colour Exploshion Multitone Blush – perfekt für die Wangen

LOOK by BIPA – Eye Kit Lidschatten, inkl. Augenbrauenpuder

The Body Shop All-in-one BB Cream – die Farbe entsteht erst im Gesicht, lässt Flecken verschwinden ohne zu sehr zu decken

The Body Shop Hemp Hand Protector –die Notfallswaffe, pflegt perfekt auch rissige Winterhände wieder weich

Hier noch im Detail:

Was verwendet Ihr am Liebsten, oder so wie ich jeden Tag?

nähen: ein richtiges Kleid Vol.2

YES. I did it again. Ich habe mich tatsächlich an ein zweites Kleid gewagt. – Wieder für jemand anderen.

Es ist toll, aus Kooperationen mit anderen Frauen Kleider entstehen zu lassen, die Energie, die Ideen und kreativen Inputs zusammen zu fassen und raus kommt: ein Kleid.

Hier ist es nun:

Ich habe dafür einen Schnitt (116) aus der Burda Style 2/2014 verwendet. Leicht abgewandelt mit Bindegürtel und Zierknopf auf der Rückseite.

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Der V-Ausschnitt ist perfekt, um weibliche Formen in Szene zu setzen, die Länge des Rockes haben wir knieumspielend gewählt, die Ärmel sind 3/4 lang und eigenen sich zum Krempeln.

Viel Freude mit dem Kleid, liebe Linda!!

nähen: ein Versuch. Gescheitert. Oder: der Quilt

Nun habe ich mich auch an die Königsdisziplin im (Hausfrauen)Nähen herangewagt: eine Quilt-Decke.

Irgendwie habe ich das Desaster ja kommen sehen: ich bin ihnen nicht besonders zugetan, den genauen, geometrischen Formen. Hätte  es sozusagen vorausahnen können. Aber einen Versuch war es wert.

Angespornt auch durch ein vorausgegangenes Projekt: die zu klein gestrickte Babydecke. Die habe ich dann quasi in Eigenregie „gerettet“, in dem ich ihr eine Rückseite und einen Rand aus Stoff verpasst habe. Ein Cross-Over-Quilt sozusagen.

babydecke I alltagsschoen

Deshalb wohl die Entscheidung, eine „richtige“ Quiltdecke folgen zu lassen. Tolle Stoffreste und ein Geschenk (Geschirrtuch mit Eulen) taten dann den Rest: die Farb- und Musterkombi war einfach geschaffen für eine weitere Babydecke.

Eventuell lag es auch dran, dass ich für die erste Decke nicht in einen Rollschneider investieren wollte und deshalb wohl nicht genau genug zugeschnitten hab…

Ich habe mich für ein ganz einfaches Muster – nur Quadrate mit gleicher Größe – entschieden und sogar dazwischen immer wieder gebügelt und bin auch einer tollen, einfach verständlichen Anleitung gefolgt.

Babydecke III alltagsschoen

Babydecke II alltagsschoen

Aber nun ist es halt nun mal so: die Decke liegt vor mir… recht schief und in den Ecken nicht eckig, sondern eher rund, aber was solls. Die kleine Tochter wird sie wohl trotzdem mögen aka „anschnudeln“ 😉

FAZIT: ich bleibe in Zukunft wohl lieber bei Kleidern und anderen Stücken, die den organischen/menschlichen Formen folgen und überlasse die Geometrie des Nähens denen, die wirklich penibel genau arbeiten.